Lilo Moser
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Bei der Zirkuswoche Entfelden letzte Woche waren über 100 Kinder involviert. Als Finale gaben sie am Freitag in der Manage des Zirkuszeltes auf dem Kiesplatz beim Schulhaus in Unterentfelden ihr Können zum Besten. Das Projekt stiess auf grosses Wohlwollen und bei den vielen strahlenden Gesichtern hat sich der grosse Aufwand im Vorfeld definitiv gelohnt.
Unterentfelden Im Rahmen der Zirkuswoche Entfelden letzte Woche standen den über 100 teilnehmenden Kindern zehn verschiedene Ateliers zur Auswahl, darunter Trapez, Leiterakrobatik, Swing und Jonglage, Balancieren auf dem Fass, Fakir mit Nagelbrett, Clowns, Zauberer, Seiligumpe, Rössli und last but not least Backstage für diejenigen, die nicht so gern im Rampenlicht stehen wollten. Sie kündigten dann auf originelle Weise in den Aufführungen am Freitag die Pause an.
Am Montagmorgen stellten die beiden Zirkuspädagoginnen vom «Mitmachzirkus» Circus Luna den Kindern die Ateliers vor. Die Kinder konnten ihre drei Favoriten aufschreiben. Nachdem die Einteilung geregelt war, gingen die Gruppen mit viel Enthusiasmus an die «Arbeit». Es galt, verschiedene Sachen auszuprobieren und dann jeweils eine vierminütige Inszenierung für die Aufführungen am Freitag zusammenzustellen und einzuüben. Die Leitung der einzelnen Gruppen übernahmen Väter und Mütter als Freiwillige, jeweils assistiert von ein bis zwei Oberstufenschülern. Wichtige fachliche Tipps kamen von den beiden erfahrenen Zirkuspädagoginnen.
Die Zirkuswoche Entfelden ist ein gemeinsames, ökumenisches Projekt der Reformierten Kirche Oberentfelden, der Reformierten Kirche Unterentfelden und der Katholischen Pfarrei Sankt Martin Entfelden, unterstützt von der Schule und Gemeinde Unterentfelden in Zusammenarbeit mit dem Circus Luna. Das ist ein «Mitmachzirkus», unter anderem für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigung, der seit 14 Jahren in der Deutschschweiz unterwegs ist und Zirkuspädagogik für Gross und Klein anbietet.
Während ihrer Ausbildung zur Sozialdiakonin habe sie 2012 im solothurnischen Neuendorf bei einem ähnlichen Projekt mitgeholfen, erinnert sich Manuela Koller. Sie ist die Sozialdiakonin der Reformierten Kirche Oberentfelden und hat die Zirkuswoche Entfelden initiiert und organisiert. Vor etwa drei Jahren sei ihr der Gedanke gekommen, so etwas Tolles auch hier auf die Beine zu stellen und sie setzte diese besondere Woche auf 2024 an. Schnell habe sie gemerkt, dass die ganze Organisation doch mehr Zeit brauche und so wurde der Sommer 2025 angepeilt.
Schon vor dieser Woche habe sie als Projektleiterin viele Arbeitsstunden investiert, so die Sozialdiakonin. Sie musste unter anderem Bewilligungen einholen, Freiwillige finden, Räumlichkeiten reservieren und die Verpflegung sicherstellen. Die Aufführungen im Zirkuszelt mit 300 Sitzplätzen am Freitagabend gelten als Grossanlass. Dafür braucht es ein Notfallkonzept, Sanität und Feuerwehr auf Platz – also alles in allem ein grosser Aufwand. Doch sie habe auch von allen Seiten viel Wohlwollen und eine grosse Solidarität erlebt, erzählt Manuela Koller, dazu die breite Unterstützung durch grosszügige Sponsoren, verschiedene Vereine und viele freiwillige Helfer zu Gunsten der Kinder. Das sei einfach grossartig.
Die beiden Vorstellungen um 17 Uhr und um 19 Uhr vergangenen Freitag im Zirkuszelt waren ausverkauft. Unter dem tosenden Applaus des Publikums gaben die Kinder ihr Können zum Besten und zeigten voller Stolz und Freude, was sie in dieser Woche gemeinsam erarbeitet haben. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegender Beweis für die Verbundenheit und den unglaublichen Einsatz von so vielen Leuten, die an diesem Projekt direkt und indirekt beteiligt waren. Ihnen allen gebühre ein herzliches Dankeschön, hebt Manuela Koller hervor, denn ohne sie alle wäre so ein Vorhaben nicht umzusetzen.
Zudem sorgten die vier lokalen Vereine Akkordeon-Orchester Oberentfelden/Schöftland, Sanität Region Entfelden-Muhen, der Simama Gospelchor und die Cevi Entfelden für kulinarische Köstlichkeiten, was bei einer Zirkusvorstellung nicht fehlen darf. Auch das Wetter spielte perfekt mit. Die Zirkuswoche Entfelden war gesegnet und ein Erfolg auf ganzer Linie – und somit die schönste Belohnung für den grossen Aufwand im Vorfeld.
Von Olivier Diethelm
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